Uns doch egal

Programmkarikatur von Philipp Hubbe
Pressestimmen

Natürlich ist diese Provokation mit „Uns doch egal" nur ein origineller Vorwand, um den kritischen Blick der Zuschauer auf jene Probleme zu lenken, die uns natürlich nicht egal sein können. Und da heben sich Johansen und Kreschel, der wiederum eingängige Melodien zu den Texten von Lars Johansen komponiert hat und zwischendurch auch wunderschön mit etwas Jazz und Swing improvisiert, einiges einfallen lassen...
Die beiden Kabarettisten treiben es auf die Spitze und übertreiben. Und gerade deswegen provozieren sie das Nachdenken. In der Skurrilität der Szenen zeigt sich die politische Brisanz der Themen und dass dies nicht egal sein kann! Das ist ein Vorzug dieses Programms, das auch vom Entertainment des Lars Johannsen lebt.
Die tränenreiche Klage „Ich bin zu unwichtig" - bezogen darauf, dass er weder abgehört noch kameraüberwacht wird und seine Mails nicht gelesen werden - ist ein Angriff von Lars Johansen aufs Zwerchfell ebenso wie Ernst-Ulrich Kreschel als Pinguin-Fütterer im Zoo mit einem brillanten Solo ü
ber Artenschutz und Tierschützer, über die Eisbären Knut und Flocke und die Tötung der Tigerbabys im Magdeburger Zoo...
Ob als „ Omma " von Lars aus Marburg oder als Insasse im Altenheim im Dialog mit einer rabiaten Pflegeschwester, die er selbst als Handpuppe führt -Lars Johansen zieht wieder einmal alle Register politisch-satirischen Kabaretttheaters und hat in Ernst-Ulrich Kreschel einen kongenialen Partner, der zum Finale dann doch einen ganz und gar optimistischen Song kreiert: „Es geht uns doch was an. Es ist uns nicht egal!" Und dieser Song könnte ein Sommer-Hit werden.
(Magdeburger Volksstimme, 14.07.2008)

Das ist bissiges Kabarett und knallig-pointierte Satire!...
Das Sommerkabarett der zwei Kugelblitze ist weit mehr als ein Pausenfüller. Es ist solide aktuell-politische Satire und ein unterhaltsames Programm dazu.
(Magdeburger Stadtjournal, 25.07.2008)