„Alice im Widerstand“

Ein musikalisches Kabarettmärchen von und mit
Sabine Münz und Ernst-Ulrich Kreschel

Texte:
Ernst-Ulrich Kreschel,
Sabine Münz,

Musik:
Ernst-Ulrich Kreschel,
Sabine Münz



Eigentlich begann alles in Amerika, dann wurde es aber von den Russen übernommen und letztendlich von Guido Knopp ins Deutsche übersetzt und mindestens zweimal überarbeitet, das Märchen! Wer soll sich da noch auskennen! Alice, die eigentlich Elli bzw. Dorothy heißt, ist aus dem Zauberland heimgekehrt. Sie ist inzwischen auch kein kleines Mädchen mehr, sondern endlich eine kleine Frau. Sie hatte von dem großen, schönen Wunderdeutschland gehört, in dem die gütige Fee Angelina regieren soll, die sich selber auch die Zauberin von Oz nennt, also von Ooooosten. Es gibt hier aber keinen gelben Backsteinweg und auch keine Wunder. Der Scheuch hat eine zwielichtige Firma, der Löwe heißt hier Senf, Fernseher oder Löwenbräu. Die umtriebige Hexe Ursula, - eigentlich ist sie nur eine adlige Laienhexe (sie zaubert nur ein angestrengtes Lächeln in ihr Gesicht; d. R.), ist jedoch viel schlauer als der Schlaue Urfin. Ihre Soldaten sind ja quasi auch aus Holz, aber sie wollen den totalen Teilzeitkrieg.
Alice bzw. Elli, alias Dorothy hat keine Wahl, sie muss in den Widerstand und den Kampf aufnehmen. Aber gelingt ihr es auch diesmal, drei Geschöpfen ihre sehnlichsten Wünsche zu erfüllen?
Der eiserne Horst hat kein Herz für Asylanten, aber hat er wenigstens noch einen Puls? Bambara, tschufara, soriki, moriki, turabo, furabo, loriki, joriki.........................aber sehen sie selbst!


PRESSEMEINUNGEN

Premiere mit Möhrchen
Birgit Ahlert, Magdeburg Kompakt; Mai 2014

Kugelblitze Musiksatire: Alice im Widerstand.

Märchenstund hat Gold im Mund. Beziehungsweise in der Kehle. In der von Sabine Münz auf jeden Fall. Wie sie ihren Text auf die Melodie der amerikanischen Nationalhymne singt, lässt Tränen in die Augen steigen. Vor Rührung. ......... Als Regisseur stand ihnen Max K. Hoffmann zur Seite. Eine gute Wahl. Die Premiere im Kabaretthaus der Zwickmühle wurde vom Publikum gefeiert. ....
Zu den Höhepunkten gehört neben den Geissens das Selbstgespräch "Hab ich das jetzt gesagt, oder gedacht?".......


Ein Depp im Kornfeld
Claudia Klupsch, Magdeburger Volksstimme; 05.05.2014

Was wäre, wenn Alice aus ihrem Wunderland ins heutige Deutschland käme? Die "Kugelblitze" haben das einmal durchgespielt.

Gleich zu Beginn hat das Programm einen musikalischen Höhepunkt. Nach der Melodie der amerikanischen Nationalhymne singt Sabine Münz "Ich zieh in den Kampf". Das Lied nimmt den Abhörskandal um Edward Snowden aufs Korn. Der bitterböse Text ("Weiter abwärts geht´s mit den United States") gerät fast in den Hintergrund ob der klaren, starken Stimme von Münz. Bei einem Auftritt in einem gefüllten Football-Stadion würde sie die Amis zu Tränen rühren. ..... Münz erfreut mit ihrem Gesang, Kreschel begleitet routiniert am Flügel. Kongeniale Darbietung nennt man das. "Ein Depp im Kornfeld" besingt das Versagen eines Unternehmers. "Jedem sein Waterloo" ("Wir sind alle Verlierer") und "Du verdienst, was du verdienst" bringen dem Publikum schonungslos die nackte Wahrheit bei. Hoffmann hat beide Kabarettisten gut eingestellt. Gemeinsame Szenen sitzen, keine Pointe verglimmt. Als "Skulder und Malli" sind sie den unfähigen Geheimdiensten auf der Spur. Alice und der "eiserne Horst" (Seehofer) liefern sich einen gewitzten Schlagabtausch. Hier hat Kreschel seinen besten Auftritt. Im "schönsten" Bayerisch beschimpft er die "Sozen" und gibt mit ausgebreiteten Armen und Leidensmiene, flugs auf einen Stuhl geklettert, den Jesus, nein, den gekreuzigten Horst am Wildbach-Kreu(th)z.........
Absolute Siegerin des Abends: Ursula von der Leyen. Weit lässt sie Angela Merkel hinter sich. Beide herausragenden Frauengestalten der aktuellen deutschen Politik karikiert Sabine Münz brillant. Die Verteidigungsministerin versucht vergeblich, sich das Dauergrinsen abzugewöhnen. Ausgesprochen böse kommt sie daher, will "Kafferland in die Demokratie" bomben. Herrlich das Sticheln gegen die Kanzlerin, deren heruntergezogene Mundwinkel von einer "inneren Verbitterung" herrühren. .......

„Lars WARS“

Von und mit Lars Johansen
Regie: Lutz von Rosenberg-Lipinsky

Ein Kugelblitz auf Abwegen

Premiere am 03.06.2013

Früher war alles so einfach. Da gab es die Guten und die Bösen. Die Guten waren Rotkäppchen, Luke Skywalker und Käpt‘n Kirk. Die Bösen waren der böse Wolf, Darth Vader und die Klingonen. Heute macht die Merkel einen auf Rotkäppchen als Mindestlohnmutti und der Wolf ist Veganer. Lukes Lichtschwert ist giftig für die Umwelt, warnt Darth Vader, der seit seinem Burnout bei Greenpeace arbeitet.
Die Klingonen helfen alten Mütterchen über die Straße, während Kirk als Brüderle besoffen auf der Brücke herumpöbelt und Schiffsarzt Pille mit Organen handelt. Alles ist so unübersichtlich. Da kann man sich ja nur noch verirren. Und genau das passiert Kugelblitz Lars Johansen. Er geht verloren. Wie der gute alte Odysseus versucht er, sich mühsam zurecht zu finden in dem Irrgarten der Gegenwart. Wird er den Weg nachhause finden? Fragen über Fragen.
Ist das ein Holzsplitter im Schnitzel oder ein Teil vom trojanischen Pferd? Ist es verseucht oder nur von IKEA? Wenn die Verbraucherministerin bei dem Pferdefleischskandal sagt, man solle jetzt Ross und Reiter nennen, bedeutet das, dass nicht nur Pferd im Fleisch war? Taucht jetzt in Fischstäbchen auch noch Fisch auf? Milch im Café Latte? Wespen im Bienenstich? Immerhin kriegt der Innenminister endlich eine billige Reiterstaffel: Tiefkühllasagne!
Ein Skandal jagt den nächsten, aber Tagesschau und „heute“ beruhigen uns immer wieder. Das Fernsehen wird täglich flacher, nicht umsonst heißt es Fachbildschirm. Während das ZDF aussieht wie die bescheuerte Zwillingsschwester von RTL, bekommt das Dschungelcamp den Grimmepreis, und Stefan Raab befragt die Kanzlerkandidaten. Dafür ist im Kino alles dreidimensional. Nur ein paar kleine Hobbits können uns jetzt noch retten. Aber sind das überhaupt Hobbits? Oder die untoten Zombies von der FDP? Nein, es ist Peer Steinbrück als Zauberer von Oz, der die böse Hexe des Ostens besiegen will.
Derweil heulen die Sirenen unserem Odysseus die Ohren voll. Seine Heimat ist von den Ratingagenturen heruntergestuft worden. Sie behaupten, die Griechen sind an allem Schuld. Aber die Wahrheit ist viel schockierender, als Sie es sich vorstellen können.
Erfahren Sie alles in LARS WARS. Ein Stück, das Ihnen den Weg weist, das Navigationsgerät unter den Kabarettprogrammen.



„KEHRSEITEN“

Ein musikalisches Kabarettprogramm von und mit
Sabine Münz und Ernst-Ulrich Kreschel

Texte: Claus Thaler, Ulf Reichmann, Sabine Münz, Ernst-Ulrich Kreschel,
Musik: Ernst-Ulrich Kreschel, Sabine Münz

Premiere am 07.05.2013

Eines Tages wirst du sehen,
unser Leben ist nicht nett,
die guten Seiten, ja die stehen,
nur im Internet.
Suchst bei Freunden du vergebens
nach dem großen Sinn des Lebens.
Alles hat doch nur zwei Seiten,
die Gewinne und die Pleiten…..

Nichts ist so, wie es scheint. Krisen machen uns nur stärker. Wo Licht ist, muss nicht immer Schatten sein. Alles hat seine Kehrseiten, aber keiner will sie wahrhaben. Sie werden unter den Teppich gekehrt, da sind sie im Grunde auch sicher und bestens aufgehoben.
Aber die „Kugelblitze“ machen plötzlich sauber und wenden und drehen die Seiten so oft, bis die Kehrseiten der Kehrseiten zu Tage treten. Ein Doktortitel hat inzwischen den Wert einer Internetflatrate und ist nur sicher, wenn er gekauft wurde.
Unser Hirntod wurde bereits von unabhängigen Ärzten zweifelsfrei diagnostiziert, aber wir leben noch.
Sämtliche Organe sind inzwischen an die Meistbietenden verkauft worden, bloß: wo ist das Geld?
Wartelisten gibt es nur noch für Wartelisten, denn keiner hat mehr Zeit.
Probleme bestatten wir in der „Urne to go“ auf dem heimischen Kaminsims und der Mindestlohn lohnt sich nicht im Mindesten und führt letztendlich zu Lohneinbußen.
Die „Kugelblitze“ singen den „Kehrseitenblues“ nicht nur für die Titanic, sondern stellvertretend, für alle leck geschlagenen Kreuzfahrschiffe, an Land, selbst wenn es untergehen sollte, das Land der Frühaufsteher. Aber am Ende sind es doch die guten Seiten, die bleiben und bestehen.
Das Kehren hat sich gelohnt und alles ist irgendwie ein bisschen sauberer geworden, fast clean……..

Neue Besen kehren gut.
Gute Besen kehren neu.
Schmeiß den Lappen in die Flut.
Aber bleib dir selber treu.
Kehr die Scheu vor die Belehrung.
Leere scheut jede Bekehrung.
Wisch sie weg, die alten Zeiten.
Zieh Gewinn aus deinen Pleiten

Clean Operator! Ich hab den
Clean Operator! Ja ich seh´ dich später!
Ich will den Cleen Operator! Nur meinen
Clean Operator! Ja ich seh´ dich später!

"Das dicke Ende kommt zuerst!"

Text: Lars Johansen, Ernst-Ulrich Kreschel
Musik: Ernst-Ulrich Kreschel
Regie: Lutz von Rosenberg Lipinsky
Es spielen: Sabine Münz, Lars Johansen, Ernst-Ulrich Kreschel

Premiere am 09.10.2012

Früher war es ganz normal, wenn man alt wurde. Heute heißt das demografischer Wandel, und alle tun so, als ob es furchtbar schlimm ist, wenn wir älter werden. Besser wäre es, wenn wir immer jünger würden. Denn Junge werden gesucht, schließlich haben wir Fachkräftemangel. Diese Fachkräfte dürfen nämlich auf keinen Fall alt sein, weil sie dann angeblich nichts verstehen. Früher galten die Alten zwar als weise, aber mittlerweile heißt das Demenz. Darum werden wir auch von Alten regiert. Denn die können sich später nicht mehr an all das erinnern, was sie jetzt gerade verbocken. Der Rösler zum Beispiel, der wirkt zwar äußerlich jung, aber der hat doch den intellektuellen Rollator quasi schon eingebaut, und da ist er nicht der einzige in Berlin. Lassen Sie doch mal einen Politiker dort einen Flughafen bauen und warten Sie, was passiert. Nichts natürlich. Oder was hatten Sie erwartet? Schlecker und die Banken, alle sind pleite, aber angeblich boomt die Wirtschaft. Das kommt Ihnen griechisch vor? Dann sind Sie genau auf dem richtigen Weg. Denn die Akropolis ist überall, auch wenn wir sie hier Reichstag nennen. Aber machen Sie sich keine Sorgen. Denn das dicke Ende kommt zuerst. Und danach? Dann kann es nur besser werden!

"Alles Gift!"

Premiere am 12.10.2011!
Von und mit:
Lars Johansen, Ernst-Ulrich Kreschel und
Sabine Münz
Regie: Lutz von Rosenberg Lipinsky

Egal, was wir essen, es ist vergiftet. Zuerst war es nur das Fleisch, doch nach Schweinepest und Rinderwahn kamen noch Gurken des Grauens und Sprossen des Todes auf uns zu. Auch bei den Getränken kann man sich nicht mehr sicher sein.
Wissenschaftler warnen. Aber kann man sich darauf noch verlassen? Denn wer weiß, wo die ihren Doktortitel gekauft haben. Und womit haben sie ihn bezahlt? Der Euro fällt in’s Bodenlose, seitdem Ir-, Griechenland und Portugal pleite sind.
Sind wir nicht alle ein bisschen griechisch? Und wenn überall Gift drin ist, warum überaltern wir dann?
Haben etwa nur die fehlenden Fachkräfte zu viel davon genascht? Warum überleben ausgerechnet Pleitebanker, Politikversager und Privatpatienten? Warum plündern sie nur in Tottenham und nicht in Niederndodeleben?
Warum werden wir rund um die Uhr abgehört und trotzdem kennt sich keiner aus? Wissen diese Ratingagenturen auch mal was oder raten die nur? Versuchen Sie am besten erst gar nicht zu verstehen.
Denn der gesunde Menschenverstand ist reines Gift. Im aktuellen Programm der KUGELBLITZE gibt es das Gegengift.
Wir haben die Tabletten, die Sie retten. Aber wir haben auch die Pillen, die sie killen. Sie haben die freie Wahl, welche davon Sie schlucken wollen. Und diese Wahl machen wir Ihnen nicht leicht.
Vielleicht ist es ja auch egal, für was Sie sich entscheiden.
Denn: Alles Gift!

"AusgeBOOTet"

Eine satirische Seefahrt von und mit: Lars Johansen, Ernst-Ulrich Kreschel und Sabine Münz

Der ganze Ärger begann ja eigentlich damit, dass Kolumbus Amerika entdeckt hat. Vermutlich wäre es um die Welt heute besser bestellt, wenn er stattdessen eine nette kleine Kreuzfahrt durch das Mittelmeer unternommen hätte. Amerika wäre unentdeckt und uns einiges erspart geblieben. Oder er hätte bei einer Fahrt durch die Nord- und Ostsee ganz nebenbei Deutschland entdeckt. Die Ureinwohner, also wir, wären ausgerottet worden und der Welt wäre einiges erspart... Aber zum Glück blieben wir ja unentdeckt. Bis heute. Denn jetzt beginnen wir uns allmählich selber zu entdecken. Und statt Kreuzfahrten zu unternehmen, werden daraus gerne Kreuzzüge. Sarrazin zieht gegen die Moslems in’s Feld, Stephanie zu neben bei Guttenberg kämpft als fränkische Verona Pooth auf RTL2 gegen das Internet und der Rest versucht Stuttgart 21 zu besiegen. Was ist eigentlich aus den anderen 20 Stuttgarts geworden? Und was ist mit Magdeburg 11?
Lassen Sie doch all diese Sorgen hinter sich und buchen sie einfach eine kleine Kreuzfahrt mit den KUGELBLITZEN. Die Kapitänin hat zwar dauernd schlechte Laune, weil der Koalitionspartner ständig das Steuer rumreißen will. Aber dafür sind die Rettungsboote garantiert unsinkbar. Leider haben wir keine, aber wer will denn immer nur mäkeln? Die bildungsfernen Schichten reisen in der Holzklasse und werden so lange mit billigem Schnaps abgefüllt bis sie Komasaufen für eine olympische Disziplin halten. Schiffsarzt Dr. Rösler hat nicht nur Migrationshintergrund, sondern auch keine Ahnung und versucht die Gesundheit komplett abzuschaffen.
Trotzdem: Der Kurs wird gehalten. Wir wissen zwar nicht, wohin es geht, aber es ist doch immer am schönsten, wenn man keine Ahnung hat.
"Nichts verstanden"

Eine kabarettistische Verständnislosigkeit von und mit:
Lars Johansen, Ernst-Ulrich Kreschel und Sabine Münz

Es gab eine Zeit, da hat man noch miteinander geredet. Und man hat sich sogar manchmal verstanden. Aber dann wurde aus dem Gespräch der Talk, aus dem kurzen Gespräch der Smalltalk und aus einem Telefongespräch ein Call. Daraus entstand das Callcenter, in dem alle Fragen so lange weiter geleitet wurden, bis man glaubte, dass man eine Antwort bekommen hätte. Und spätestens da begann man, nicht mehr so richtig zu verstehen.
Dann wurde gesimst. Manchmal schickten sich sogar Menschen, die einander direkt gegenüber saßen, eine SMS, weil das schneller ging als ein Gespräch. Manchmal war es sogar billiger, weil sie eine Flatrate hatten. So sparte man sich die Sprache für besondere Momente auf.
Aber statt zu sprechen, wurde plötzlich gezwitschert oder, wie der Engländer sagt: „Twitter“. Twittern bedeutet, dass man alles, was man gerade tut oder sieht oder tun oder sehen will, der ganzen Welt sofort via Computer mitteilt.
Die Gesichter der anderen Menschen sieht man nicht mehr direkt an, sondern nur noch in einem Gesichtsbuch oder, wie der Engländer sagt: „Facebook“. Das ist aber eigentlich kein Buch, obwohl man da alles lesen kann, was man sonst mit anderen besprochen hätte, sondern ein soziales Netzwerk. Früher waren das Freunde, Bekannte, Kollegen, Nachbarn und Verwandte, heute sind das „Facebook-Freunde“. Von denen weiß man zwar nicht, ob es sie überhaupt gibt und wer sie in Wirklichkeit sind, aber sie haben immer etwas zu twittern und zu bloggen oder, wie der Deutsche sagt: Sie brabbeln.
Und so brabbelt heute jeder vor sich hin und hofft, dass er verstanden wird von seinen „Freunden“. Früher hätte man so etwas verrückt genannt. Heute ist es ganz normal, dass man nur noch hofft, verstanden zu werden. Denn man wird es ja nicht mehr. Politiker verstehen das Volk nicht, Männer Frauen, Taube Blinde, Linke Rechte und natürlich umgekehrt.
Und wenn am Ende die schwarzgelbe Berliner Bienenkoalition mit Westerwilli und Maja Merkel versucht, uns ihre Reformen als Honig zu verkaufen, spätestens dann haben alle: Nichts verstanden.

"Krisen-Fest"

Eine satirischer Festakt von und mit:
Lars Johansen, Ernst-Ulrich Kreschel und Sabine Münz

Alles redet über die Krise. Irgendwo herrscht immer eine.
Und wenn wir gerade keine haben, dann steht sie vermutlich direkt vor der Tür.
Aber wollen wir sie wirklich da draußen im Regen stehen lassen?
Bitten wir sie doch kurz auf ein kleines Krisengespräch herein.
Identitäts- oder Wirtschaftskrise? Das weiß man immer erst hinterher.
Einfach den Krisenstab fest umklammern und auf ein gutes Krisenmanagement hoffen.
Wenn sie wirklich eintritt, stellen wir ihr einfach ein Bein. Schon kommt es zum Krisenfall.
Das ist krisensicher. Andernfalls können wir sie auch wegdiskutieren.
Aber mal ehrlich: Was wäre schon ein Leben ohne Krise? Eben.
So eine kleine Prise Krise gibt doch allem erst die richtige Würze.
Und darum wollen wir sie jetzt ausnahmsweise mal feiern.
Auf unserem Krisen-Fest ist die Krise im Anzug (oder im Abendkleid,
denn eigentlich ist sie ja weiblichen Geschlechts).
Wenn sie dann überwunden ist, wird man sie vermutlich vermissen.
Aber keine Krisenangst, die nächste kommt bestimmt.
Begrüßen wir sie mit einem freudigen „Ich krieg’ die Krise“, und schon ist sie wieder da.

"Seichtgebiete" Premiere: Januar 2009 in der ZWICKMÜHLE!

Eine kabarettistische Oberflächenanalyse
Von und mit:
Lars Johansen, Ernst-Ulrich Kreschel und Sabine Münz

Die Anlagenwerte schmelzen schneller als die Polkappen,
Investmentbanker betteln in den Straßen und in Bayern ist
20 Jahre zu spät die letzte sozialistische Bastion Europas gefallen.
Alles ist in Bewegung. Die SPD hat weniger Mitglieder als die
Kleingartensparte „Wilhelm Weitling“, die CDU koaliert auch mit den
Grünen und Peter Sodann will Präsident werden. Wenn sich jetzt
die Merkel von Veronika Ferres doubeln lässt, Steinmeier von
George Clooney und Guido Westerwelle von Paris Hilton,
dann fehlt nur noch Bernd Eichinger mit dem Film zur Großen Koalition.
Den will zwar keiner wirklich sehen, aber das hat ihn noch nie von etwas
abhalten können. Bei der Bundestagswahl zahlen wir ohne mit der
Wimper zu zucken den Aufschlag für Überlänge, Logenplätze und
Bankbürgschaften. Und spätestens wenn sie dann wieder mit
Reformen kommen, sehnen wir uns alle ein wenig nach einer guten,
einfachen Reformation zurück. In diesem Sinne: Alles in Butter, Herr Luther.

"Uns doch egal" ab 10.07.2008

Ein Kabarettprogramm
von und mit:
Lars Johansen und Ernst-Ulrich
Kreschel

Zwei Männer sagen endlich einmal, wie es wirklich ist: Ihr seid uns
egal. Jetzt ist Schluss damit, immer nur Nettigkeiten über die Anderen zu
verbreiten.
Kreschel und Johansen sprechen aus, was alle wissen, denken und
praktizieren.
Hinterher will es zwar keiner gewesen sein, aber warum steigen Diäten
und Managergehälter pausenlos an? Aus reiner Menschenfreundlichkeit?
Nein, ihr seid denen egal.
Warum fehlt es an ausreichender medizinischer Versorgung in
Sachsen-Anhalt? Ihr seid egal.
Warum wird ein städtisches Altenheim wegen unhaltbarer hygienischer
Zustände geschlossen? Egal.
Das interessiert keinen wirklich. Es läuft doch gut, wie es läft.
Und
wenn man zwischendurch Heidi Klum oder einen Eisbären oder beide
streicheln kann, beruhigen sich auch alle ganz schnell wieder.
Aber die Kugelblitze wollen sich nicht beruhigen. Die wollen sich mal
so richtig aufregen, mitten im Sommer, zwischen Bier und Bratwurst.
Und
wenn es keiner wissen will? Ihr...Genau!

"Dicke drin" sind wir ab dem 01.12.2007!

Ein Abspeckprogramm

Von und mit:
Linda Behrens, Lars Johansen, Ernst-Ulrich Kreschel und Knut Müller-Ehrecke

Deutschland ist gewichtig, sogar übergewichtig. Die Kinder sind dick,
die Eltern sind dick und sogar die Politik wird immer gewichtiger.
Alle sind dicke drin. Darum wird jetzt ein schlanker Staat gefordert.
Jeder Betrieb, der auf sich hält verschlankt die Produktion, und jede
Frau mit Niveau leidet doch heute unter Bulimie.
Alles nimmt ab. Außer der Armut und der Arbeitslosigkeit.
Die verlieren einfach nicht an Gewicht.
Und darum haben die KUGELBLITZE ein Abspeckprogramm aufgelegt,
bei dem auch Sie Ihr Idealgewicht erreichen können.
Fett war gestern, das kalorienarme Kabarett Light hilft auch Ihnen
bei der Bekämpfung von pointenfreien Problemzonen.
Die KUGELBLITZE helfen aber auch Eva Herman und Guido Knopp,
Eisbären und Alkoholikern.
Und zwischen Online-Durchsuchungen und Offlineproblemen
wird natürlich endgültig geklärt, warum die Chinesen an allem schuld sind.
Oder doch die Schweden? Egal, irgendwer wird es schon sein.

"UNGLÄUBIG"
Ein kabarettistischer Amoklauf

Von und mit Lars Johansen und Ernst-Ulrich Kreschel,
Text Lars Johansen
Musik Ernst-Ulrich Kreschel

Premiere: 1.4.2007

Wir sind Papst, aber am Reformationstag wird lieber Halloween gefeiert.
Deutschland ist UNGLÄUBIG. Kein Wunder, jede Kirche hat feste
Öffnungszeiten, aber einkaufen können Sie rund um die Uhr.
Es gibt zwar viele Gläubiger, aber die Gläubigen fehlen.
Fanatische Moslems nennen uns UNGLÄUBIG, und sie haben Recht.
Oder glauben Sie noch? Glauben Sie etwa, dass es besser wird?
Oder wissen Sie schon, dass es weiter bergab geht?
Nur die Temperaturen steigen. Wer heizt uns da ein?
Braten wir vielleicht alle längst in der Hölle oder ist es nur eine
Laune der Natur? Müssen wir alle dran glauben und wenn ja, an wen?
In dieser Zeit der Unsicherheit machen sich zwei einsame Missionare
auf den Weg, um Ihnen den Glauben zurück zu bringen.
Lars Johansen und Ernst-Ulrich Kreschel nehmen die
Missionarsstellung ein und erklären den UNGLÄUBIGen den Weg.
Sie erfahren den Unterschied zwischen Geiz und Geil, Merkel und
Münte, Apo und Kalypse.
Alle drängenden Fragen der Gegenwart werden schonungslos
beantwortet. Woher kriegen eigentlich minderjährige Amokläufer
ihre Waffen? Wenn Killerspiele an Amok-Läufen Schuld sind,
ist dann auch TETRIS Schuld an moderner Architektur?
Und wie kann auch ich zu einem Amokläufer werden?
Die Antwort darauf bekommen Sie nur bei den KUGELBLITZEN.
Sehen Sie UNGLÄUBIG dabei zu, wie zwei Männer die Welt retten.
Es ist ein harter Job, aber irgendwer muss ihn schließlich tun.

"Irgendwas mit Politik"
Ein Kabarettprogramm für Fanatiker

Mit Linda Behrens, Lars Johansen, Ernst-Ulrich Kreschel, Knut Müller-Ehrecke
Text: Lars Johansen
Musik: Ernst-Ulrich Kreschel
Regie: Knut Müller-Ehrecke

Premiere: 2.10.2006

Deutschland im Ein-Euro-Wahn, die große Koalition des Grauens hat alles
irgendwie fest im Griff. Eine kinderlose Kanzlerin und eine Familienministerin,
die ununterbrochen Junge wirft, beweisen uns durch ihre unerträgliche
Präsenz immer wieder, dass Frauen doch nicht besser als Männer sind.
Besteht vielleicht auch unsere Regierung mittlerweile komplett aus
Ein- Eurokräften? Und sind sie diesen einen Euro überhaupt wert?
Gibt es überhaupt noch eine Opposition? Und wenn ja, wozu?
Es sind sich doch alle einig: Wir müssen sparen. Nur nicht bei der Sicherheit.
Ohne polizeiliches Führungszeugnis kommst du doch heute nicht mal mehr
in die Nähe eines Stadions.
Darum hat sich auch Magdeburg ein sehr teures geleistet. Um zu kontrollieren.
Denn wir erwarten endlich die moslemischen Fanatiker.
Zur Not nehmen wir auch wieder Ein-Eurokräfte.
Da esse ich doch erst mal einen multikulturellen Döner.
Früher hatte der freundliche Türke von gegenüber nur eine Fototapete aus
Antalya, heute heißt das Migrationshintergrund.
Aber früher haben 11-jährige auch noch Harry Potter gelesen.
Heute sehen sie sich selbstproduzierte Gewaltpornographie auf dem
Kamerahandy an, das sie einem 4-jährigen geklaut haben.
Deutschland im Wahn, und wenn die Ärzte nicht mehr streiken,
dann werden wir vielleicht sogar alle geheilt.
Wenn wir uns die Zuzahlung leisten können, denn Sie wissen ja,
die Kassen sind leer. Aber zur Not gehen wir eben zur
Ein-Euro-Wunderheilerin Ulla Schmidt. Und dann ist alles Voodoo.

"DAS GROSSE LALLEN"

Mit Linda Behrens, Lars Johansen, Ernst-Ulrich Kreschel, Knut Müller
Texte: Lars Johansen, Linda Behrens, Ernst-Ulrich Kreschel
Musik: Ernst-Ulrich Kreschel
Regie: Knut Müller

Premiere: 22.09.2005

Alle Welt redet. Und das allermeiste von diesem Geschwafel ist mehr
oder minder überflüssiges Geschwätz. Jeder will mitreden, aber keiner
hat wirklich etwas zu sagen. Die KUGELBLITZE werfen nun den
Phrasenmäher an und stutzen die Schwätzer auf ein erträgliches Maß zurück.
Ob es um Handytöne, Hubschraubereinsätze gegen Kleinkriminelle oder
um Neuwahlen bis zum Abwinken geht, die kabarettistische Eingreiftruppe
kümmert sich um alle sprachlichen und anderen Aus- und Notfälle.
Das wirbelt genug Staub auf, um jeden Ort wenigstens feinstaubmäßig
zu einer Metropole zu machen. Und, versprochen, natürlich gibt es in dem
neuen Kabarettprogramm auch massenhaft Schleichwerbung.
Meistens schleicht diese Werbung aber nicht, sondern trampelt geradezu
über die Bühne. Wie ein Elefant im Porzellanladen oder, besser gesagt,
wie ein Hartz bei VW. Ob nun mit alter oder neuer Rechtschreibung,
alter oder neuer Regierung und höherer oder niedrigerer Mehrwertsteuer,
die KUGELBLITZE sind auf alles vorbereitet.
Zwischen Merkel und Lafontaine gibt es genug Platz für Pointen.
Und nur wenn man diese beiden Fremdarbeiter richtig ernst nimmt,
dann wird es auch wirklich komisch. Wen von ihnen man bei der Wahl
hinein ruft, der lallt auch heraus.
Und der ganze Rest lallt mit. Das grosse Lallen eben.

"ENDLICH ARM!"

Mit Linda Behrens, Lars Johansen, Ernst-Ulrich Kreschel, Knut Müller
Texte: Lars Johansen
Musik: Ernst-Ulrich Kreschel
Regie: Elke Schneider

Premiere: 22.10.2004

Worum wird es in Endlich arm! gehen? Die Zuschauer bekommen
entscheidende Antworten auf die wichtigsten Fragen der Gegenwart:
Lebt denn der alte Holzmichel noch? Wenn ja: Können wir uns das
überhaupt leisten? Was hat Hartz IV damit zu tun?
Was machen eigentlich die anderen drei Hartze?
Und wer soll das bezahlen?
Endlich arm! ist die ultimative Hilfe für alle, die wissen wollen,
wie es ohne Geld weiter gehen soll.
Von der neuen Rechtschreibung zur neuen Armut, vom Mittelstand
zur Holzklasse. Die KUGELBLITZE geben praktische Lebenshilfe.
Wir verarzten die Verhartzten!

Heiss und Fettig

Mit Linda Behrens, Lars Johansen, Ernst-Ulrich Kreschel, Knut Müller
Texte: Linda Behrens, Lars Johansen, Axel Schröder
Musik: Ernst-Ulrich Kreschel
Regie: Elke Schneider

Premiere: 27. 05. 2004

"Heiss und fettig" ist der Titel des kleinen KUGELBLITZE-Kabarett-Sommer-
Open-Air im Garten vom WASCHFASS. Eigentlich wollte Linda nur ein
Soloprogramm spielen, aber schon kommen die drei Männer als Berater dazu.
Sie übernehmen die Bühne. Zwischen Genmais und EU-Osterweiterung
entwickelt sich ein Stück Kabarett. Es gibt Bratwurst und die Kabarettisten
geben ihren Senf dazu. Alles kommt auf den Grill, wird pikant gewürzt und gut
durchgebraten. So zubereitet, schmeckt sogar Politik. Gerhard Schröder
nimmt sich noch eine Currywurst, alle andern sind schon von Ottos Schily
pappesatt. Hektische Schauspielschüler, merkwürdige Köche und strenge
Hausmeister servieren einen satirischen Sommercocktail zwischen
Grillanzünder und Holzkohle. Also alles Wurst. Oder doch nicht?

SPOTTBILLIG

Mit Linda Behrens, Lars Johansen,
Ernst-Ulrich Kreschel und Knut Müller

Text: Lars Johansen
Musik: Ernst-Ulrich Kreschel
Regie: Elke Schneider

Das neue Programm der KUGELBLITZE ist ein echtes Schnäppchen.
Hier ist nichts teuer, die Witze sind billig, die Pointenzahl ist zwar
überschaubar, aber dafür unschlagbar günstig.
Das Bühnenbild hat nichts gekostet, und die Musik klingt noch preiswerter,
als sie ist. Die Kabarettisten schließlich bringen dieses einmalige
Sonderangebot weit unter Wert auf die Bühne. Und damit liegen sie total im
Trend. Denn zwischen Hartz und Rürup verscheuern auch Schröder und Co.
auf der Sonderverkaufsfläche Agenda 2010 das soziale Netz.
Politik als Ausverkauf aller Werte: Der Ramschladen Reichstag hat rund
um die Uhr geöffnet. Armut muss sich wieder lohnen, darf aber nichts kosten.
Den Luxus Sozialhilfe können wir uns einfach nicht mehr leisten.
Florida-Rolf und seine faulen Freunde sind schuld daran, dass wir
keine Rente mehr kriegen und der Arzt demnächst Eintritt kostet.
Der heisse Sommer ist schuld an den hohen Arbeitslosenzahlen.
Und schließlich sind die illegalen CD-Brenner schuld daran,
dass DVDs und CDs so teuer sind. So verstrickt in Schuld und Sühne,
versuchen die KUGELBLITZE, die wahren Schuldigen zu entlarven.
Als Softwarepiraten, IKEA-Möbel und Simulanten bei "Deutschland sucht den
Superpolitiker" gehen sie den Dingen auf den Grund.
Und am Ende finden sie doch nur heraus, was sie schon vorher wussten.
Die Regierung hat kein Geld. Darum muss sie mit billigen Tricks arbeiten.
Aber wo ist das Geld eigentlich geblieben?
Die Antwort auf diese und alle anderen Fragen gibt es nur im neuesten
Programm der KUGELBLITZE.

Kurze Geschichte der "Kugelblitze"

1977: Am 26.11. beginnt es mit „Wir pfeifen an“ unter einem Zirkuszelt im Kristallpalast.
1980: „Ach du meine Güter“ wird vom Stadtrat nach mehrwöchigen Proben abgesetzt
1986: Umzug in den ersten Kabarett-Neubau der DDR im Breiten Weg 200
1988: Mit „Wir sind so frei“ wird der Keller als zweite Spielstätte eingeweiht

Aber ganz so frei ist es denn doch nicht, denn das 17.Programm „Der Fortschritt ist hinter uns her“ wird wegen
„konterrevolutionärer Tendenzen“ ebenfalls verboten.

1989: Nun ist der Fortschritt doch noch angekommen.
1996: Fusion mit dem Theater der Landeshauptstadt.
1999: Umzug in das Telemannkonservatorium.
2003: „Für eine Handvoll Euro oder Totgesagte leben länger“ ist die letzte Premiere als städtisches Kabarett. Die Kugelblitze werden geschlossen.
Aber schon im gleichen Jahr machen sie weiter, „SpottBillig“ mit neuem Ensemble an neuem Ort: „Zum Waschfass“ am Krökentor 2.
2009: Noch ein Umzug. Ab jetzt stecken die Kugelblitze in der Zwickmühle. Das erste Programm in der Leiterstraße hieß „Seichtgebiete“.
2009: "KrisenFEST" Premiere war am 14.10.2009
Es folgten jedes Jahr mindesten 2 Premieren.
2015 kamen die Kugelblitze wieder raus aus der Zwickmühle und begaben sich in die Magdeburger Feuerwache in der Halberstädter Straße 140.
Premiere des aktuellen Programms: "Ihr habt sie doch nicht alle!"